Herz, Hirn und Lebensfreude
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Herz, Hirn und Lebensfreude
Es ist nie zu spät, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Wissenschaftler:innen sind sich einig, dass Lebensstiländerungen auch im höheren Alter positive Effekte auf die Gesundheit haben.
Wie lässt sich das anstellen, Longevity zu erreichen? Zunächst einmal: Es geht nicht darum, Höchstleistungen zu vollbringen, sondern vielmehr mit kleinen, nachhaltigen Veränderungen die Lebensqualität zu verbessern.
Bewegung: die wichtige Verbündete
Aktivsein ist essenziell, weil es Muskelkraft und Gleichgewicht erhält, Herz und Kreislauf stärkt, das Gehirn fit hält, die Stimmung hebt und Selbstständigkeit fördert. Du bringst schon mit einem täglichen 20-Minuten-Spaziergang mehr Bewegung in deinen Alltag. Wenn dir das schwer fällt, teile deine Runde auf, etwa 10 Minuten morgens und 10 Minuten nachmittags.
Geistig aktiv bleiben
Nicht nur die Muskeln und das Herz-Kreislaufsystem benötigen Training, auch das Gehirn freut sich über Herausforderungen. Wer zum Beispiel eine Fremdsprache erlernt, bringt sein Hirn auf Trab. Du stärkst damit das Gedächtnis, die Konzentrationsfähigkeit und hilfst aktiv mit, zum Beispiel Demenzerkrankungen um mehrere Jahre hinauszuzögern. Gib deinem Gehirn also zu tun: Bücher lesen, Rätsel lösen oder ein neues Instrument lernen sind ebenfalls gute Ansätze, um dich langfristig geistig fit zu halten.
Soziale Kontakte pflegen
Neben der körperlichen und geistigen Aktivität ist der Kontakt zu anderen Menschen wichtig für ein gesundes Altern. Wer Kontakte knüpft und regelmäßig Freund:innen trifft, fühlt sich verbunden. Das stabilisiert unsere Gefühlswelt und macht uns glücklich. Versuche daher feste Treffen zu etablieren, zum Beispiel ein wöchentliches Kaffeetrinken oder monatliches Essen im Freundeskreis und in der Familie. Vielleicht schließt du dich einem Sportverein an, besuchst einen Gymnastikkurs oder engagierst dich im Ehrenamt.
Gute Ernährung: Kraftstoff für Körper und Geist
Die nächste wichtige Säule für ein langes gesundes Leben ist die ausgewogene Ernährung. Auf dem Speiseplan sollte stehen: Eiweiß aus Quark, Joghurt, Eiern, Fisch, Hülsenfrüchten oder magerem Fleisch, viel Gemüse und Obst bei jeder Mahlzeit, Vollkorn für Sättigung und Ballaststoffe sowie gesunde Fette, die zum Beispiel enthalten sind in Olivenöl, Nüssen oder in Lachs und Hering. Trinke am besten bewusst täglich mindestens 1,5 Liter, da Durst im Alter nachlässt.
Schlaf und Erholung
Sich ausruhen und vor allem ein guter Schlaf sind essenziell wichtig damit wir fit bleiben. Idealerweise schlafen wir rund 7 bis 9 Stunden. Wie gelingt es, dass wir nachts gut zur Ruhe zu kommen? Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder Meditation können dabei unterstützen. Außerdem wichtig: Tagsüber nur kurze Nickerchen machen und sich viel an der frischen Luft bewegen. Feste Abendrituale wie ein Spaziergang oder ein koffeinfreier Früchte- oder Kräutertee unterstützen einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus. Auch Schlafhygiene ist wichtig: regelmäßige Schlafzeiten, ein dunkles, ruhiges, kühles Schlafzimmer und eine passende Matratze unterstützen den Schlaf.
Du erreichst schon viel, wenn du dir ein oder zwei Punkte aussuchst und damit startest. Vielleicht setzt du dir einige wenige realistische Ziele wie „Dreimal wöchentlich 20 Minuten spazieren“, „Jeden Mittwoch Kaffee mit der Freundin“ oder „Morgens zehn Minuten Gymnastik“.