Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt eindeutig: Die meisten Menschen brauchen keine Nahrungsergänzungsmittel. Bei einer ausgewogenen Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und gesunden Fetten decken wir den Bedarf an Nährstoffen.
Ausreichend Vitamin D erhalten
Das Vitamin D ist in gewisser Weise eine Ausnahme, denn wir können es nicht durch die Nahrung zu uns nehmen. Dieses Vitamin produziert unser Körper mithilfe des Sonnenlichts. Ab April beginnt die ideale Phase, um den Vitamin-D-Speicher auf natürlichem Weg aufzufüllen. Schon 2–3-mal pro Woche Sonne auf Gesicht, Hände und Unterarme – idealerweise mittags zwischen 11 und 15 Uhr – genügt für die meisten Menschen, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Die Faustregel: etwa halb so lang draußen bleiben, wie man bräuchte, um ohne Schutz einen Sonnenbrand zu bekommen. Wer viel im Büro arbeitet, kann dafür prima den Mittagsspaziergang nutzen – ohne Sonnencreme, aber wirklich nur kurz. Danach Sonnenschutz nicht vergessen! Wichtig zu wissen: Der Körper speichert Vitamin D zwar in Leber und Fettgewebe und zehrt im Winter davon. Für die meisten Menschen in Deutschland reichen die Sommervorräte jedoch nicht bis ins nächste Frühjahr. Deshalb lohnt es sich, die sonnigen Monate von April bis September konsequent zu nutzen, anstatt auf einzelne intensive Sonnentage zu setzen.
Gut zu wissen: Nur in besonderen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Es empfiehlt sich aber immer vor ihrer Verwendung mit dem Hausarzt oder der Hausärztin zu sprechen.